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Flughafen BBI

Der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ist ein im Bau befindlicher Flughafen an der südlichen Stadtgrenze Berlins auf dem Gebiet der Gemeinde Schönefeld im Land Brandenburg, der teilweise auf dem Gelände des jetzigen Flughafens Berlin-Schönefeld sowie auf zusätzlichen Flächen südlich davon errichtet wird. Betreiber wird die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) sein. Der erste Spatenstich von Klaus Wowereit, Matthias Platzeck, Hartmut Mehdorn und Wolfgang Tiefensee erfolgte am 5. September 2006. BBI ist eines der größten im Bau befindlichen Verkehrsinfrastrukturprojekte Deutschlands.


Bauliche Anlagen

Im Verlauf des Flughafenbaus sollen insgesamt 3,4 Mio. Tonnen Beton verbaut, sowie 14 Kilometer Baustraßen und 19 Straßenbrücken errichtet werden. Das Straßennetz auf dem Flughafen soll nach Abschluss des Ausbaus etwa 20 km betragen.[21]

Start- und Landebahnen

Im Dezember 2007 wurde die sofortige Schließung der nördlichen Start- und Landebahn durchgeführt, sodass innerhalb weniger Monate das fehlende Stück von 650 Metern Autobahn (A 113) geschlossen werden konnte.[22] Somit wird bis zur Eröffnung der neuen Südbahn in Schönefeld nur eine Start- und Landebahn betrieben. Gleichzeitig wird die bisherige Südbahn zur neuen BBI-Nordbahn und von bisher 3000 auf 3600 Meter verlängert.[23] Der Abstand zwischen den Start- und Landebahnen beträgt 1900 Meter. Damit können beide Start- und Landebahnen ohne Beeinträchtigungen von Wirbelschleppen unabhängig voneinander betrieben werden.

Terminal

Das BBI-Terminal soll sich in der Mitte der beiden Start- und Landebahnen befinden. Es ist 220 m breit, 180 m tief und 32 m hoch. Die Bruttogrundfläche beträgt 220.000 m².[24] Es soll bei der geplanten Fertigstellung 2011 eine Kapazität von 30 Mio. Passagieren im Jahr haben. In den nachfolgenden Jahren kann durch „Ausbaumodule“ die genehmigte Kapazität auf bis zu 45 Mio. Fluggäste im Jahr aufgestockt werden.[25] Die theoretische Kapazität in der Endausbaustufe liegt bei mindestens 50 Millionen Fluggästen. Die bereits mitkonzipierten Ausbaumodule werden bei Bedarf in Form von Satelliten parallel zum dann bestehenden Terminal angeordnet. Die A380-Abfertigung ist möglich.[26] Der U-förmige Terminalkomplex umfasst außerdem einen 715 Meter langen, dem Terminal vorgelagerten Hauptflugsteig mit 15 Fluggastbrücken (darunter eine für den A380) und als Erweiterung zwei 350 Meter lange Nebenflugsteige – im Norden ohne Fluggastbrücken („Walkboarding“) und im Süden mit zehn Fluggastbrücken.[27] Zusätzlich werden die Vorfeldflächen für die Abfertigung des A-380 vorbereitet. Die Mehrkosten für die Kapazitätserweiterung liegen bei 160 Mio. Euro.[28] Ausgestattet wird das Terminal zunächst mit acht Check-in-Inseln, bestehend aus insgesamt 112 Check-in-Positionen und rund 120 Check-in-Automaten.[29] Die Betreiber der Berliner Flughäfen betonen, dass BBI nicht zu klein geplant sei und das prognostizierte Berliner Passagieraufkommen über Jahrzehnte bewältigen könne.[30] Der Terminal-Baubeginn war am 11. Juli 2008.[31] Für den Frachtbereich ist ein erstes Modul im Midfield-Bereich für eine Kapazität von jährlich 60.000 Tonnen geplant. Insgesamt könnte BBI bei Bedarf auf eine planfestgestellte Kapazität von bis zu 600.000 Tonnen Fracht jährlich ausgebaut werden.[32] Zusätzlich zu den Kapazitäten des planfestgestellten BBI kann, laut dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. März 2006, auch der vorhandene Bestand des heutigen Flughafens Berlin-Schönefeld genutzt werden.[33] Damit hat der BBI bereits vor Inbetriebnahme im November 2011 erhebliche Kapazitätsreserven.

Ausstellung und Infocenter

BBI-Infotower auf dem Gelände des Flughafens SchönefeldMit dem ersten Spatenstich für die neue Großbaustelle im Oktober 2006 wurde gegenüber dem S-Bahnhof Berlin-Schönefeld ein Ausstellungs- und Infocenter eingerichtet. In der Ausstellung kann man sich über sämtliche Aspekte des Ausbaus des Großflughafens, sowie die Geschichte der Deutschen Lufthansa und des Flugwesens in Deutschland, sowie den Flughafen Schönefeld informieren. Seit 14. November 2007 steht direkt an der Baustelle ein neues Informationszentrum in Form eines Info-Turms. Der Besuch ist allerdings anmelde- und kostenpflichtig.[34] Von dem futuristisch konzipierten Turm ist ein Überblick über die gesamte Baufläche möglich.[35]

Gewerbeflächen

Rund um das Gelände des Flughafens BBI sind ausreichende Gewerbeflächen geplant. In ihnen sollen sich Einkaufszentren, Parkhäuser und möglichst flughafennahe Unternehmen ansiedeln. Ursprüngliche Planungen sprachen von den drei Gewerbeflächen im Zentrum, Norden und Osten. Diese sollten jeweils zwischen 60 und 80 Hektar groß werden. Inzwischen wurde das Konzept konkretisiert. Die Vermarktung der Gewerbeflächen hat im Herbst 2006 begonnen. Vor dem neuen Terminalgebäude des Flughafens entsteht ab 2009 ein 16 Hektar großes Büro-, Gastronomie- und Einzelhandelsensemble. Zwischen der Straße Am Seegraben am S-Bahnhof Grünbergallee (Bohnsdorf) und nordöstlich des Flughafens soll der BBI Business Park Berlin vermarktet werden. Das 109 Hektar große Areal bietet auf den in den 1990er-Jahren zugekauften Flächen Platz für Gewerbe- und Industrieansiedlungen unterschiedlicher Branchen.[36] Der BBI Business Park Berlin ist der größte zusammenhängende Gewerbepark Berlins. Im Januar 2008 wurden 35 % der Fläche an den britischen Gewerbeparkbetreiber Segro veräußert. Zusätzlich wurde eine Option auf weitere 22 % vereinbart. Die Erschließungsarbeiten sollen Mitte 2008 beginnen. [37] Im Oktober 2008 hat ein irisches Investorenkonsortium unter Führung von Bulberry Properties Ltd. ein 59 Hektar umfassendes Areal direkt am Flughafen erworben. Geplant sind Investitionen in den Bau von hochwertigen Hotels, Logistik-Standorten und Konferenzräumen in Höhe von 1,1 Mrd. Euro.[38] Die Nachnutzung der frei werdenden Flächen am alten Terminal ist unklar. Ursprünglich war hier die nördliche Gewerbefläche geplant.[

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