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Flughafen BBI

Der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ist ein im Bau befindlicher Flughafen an der südlichen Stadtgrenze Berlins auf dem Gebiet der Gemeinde Schönefeld im Land Brandenburg, der teilweise auf dem Gelände des jetzigen Flughafens Berlin-Schönefeld sowie auf zusätzlichen Flächen südlich davon errichtet wird. Betreiber wird die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) sein. Der erste Spatenstich von Klaus Wowereit, Matthias Platzeck, Hartmut Mehdorn und Wolfgang Tiefensee erfolgte am 5. September 2006. BBI ist eines der größten im Bau befindlichen Verkehrsinfrastrukturprojekte Deutschlands.


Planung des Bauvorhabens

Der neue Flughafen soll die Kapazitäten des Flugverkehrs in und um Berlin verbessern. Grundlage für den Ausbau ist der Planfeststellungsbeschluss des Brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung vom 13. August 2004.[1] Geplant ist darin der Ausbau des Schönefelder Flughafens und als Voraussetzung dafür die Schließung von zwei der drei zurzeit bestehenden Flughäfen Tempelhof und Tegel,[2][3] da die Flughäfen in Berlin zum Teil ihre Kapazitäten überschritten haben. So ist der Flughafen Tegel mit einer Kapazität von 9,5 Mio. Passagieren, jedoch einer Passagieranzahl von über 13 Millionen im Jahr 2007 deutlich überlastet. Auch Schönefeld wird nach Prognosen von Verkehrsstatistiken schon bald überlastet sein. Im Jahr 2007 sind insgesamt 20 Mio. Passagiere von und nach Berlin geflogen.[4] Die Flughafengesellschaft rechnet nach Eröffnung des neuen Single-Airports mit 25 Mio. Passagieren. Aufgrund der schneller als erwartet steigenden Passagierzahlen wird in der ersten Ausbaustufe das Hauptterminal um zusätzliche Flügelbauten erweitert, um kurzfristig auch bis zu 30 Mio. Passagiere zu bewältigen.[5] Durch den planrechtlich gesicherten Bau weiterer Satellitenterminals kann die Kapazität auf 50 Mio. Fluggästen gesteigert werden. Der neue BBI-Flughafen soll Ende Oktober 2011[6] in Betrieb genommen werden. Der Baubeginn erfolgte mit dem ersten Spatenstich für die zentrale Baustelleneinrichtung am 5. September 2006. Zuerst wurden Baustraßen und die Bau-Infrastruktur errichtet und die Rollbahnanschlüsse an die BBI-Nordbahn hergestellt. Im Jahr 2007 begann der Bau des Bahntunnels, des unterirdischen Bahnhofes und der neuen Südbahn sowie der Lückenschlusses der Bundesautobahn 113. Der neue Abschnitt der A113 wurde bereits im Mai 2008 eröffnet. Im Juli 2008 startete der Bau des neuen Hauptterminals, für 2010 ist die Inbetriebnahme der Feuerwache vorgesehen. Der Probebetrieb für das neue Terminal beginnt im Mai 2011. Am 9. Oktober 2007 wurde bekannt gegeben, dass das Terminal in sieben Teilbereichen erneut ausgeschrieben wird. Der Grund waren die Angebote, die weit über den geplanten Baukosten von 630 Mio. Euro lagen und Preisabsprachen zwischen den bietenden Konsortien nahelegten.[7] Der Baubeginn des Terminals wird im Juli 2008 sein, sodass der Flughafen wie geplant im November 2011 eröffnet werden kann.[8] Die Gesamtkosten sollen 2,83 Mrd. Euro nicht überschreiten. Neben den Eigenmitteln in Höhe von 430 Mio. Euro der Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg sind für Kredite und Zinsen 2,4 Mrd. Euro veranschlagt.[9] Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung wird in der Nähe des alten Flughafenterminals über eine Fläche von 16 Hektar verfügen. Dort finden auch die offiziellen Empfänge des Auswärtigen Amtes statt.[10] Für die Ortschaften Diepensee und Selchow sind Umsiedlungen durchgeführt worden, da auf den Gemeinden noch das geplante Flughafengelände liegen würde. 335 Menschen mussten Diepensee verlassen. Ihnen wurde neuer Wohnraum in Königs Wusterhausen angeboten. Von Selchow zogen 35 Einwohner nach Großziethen.[11] Der Ausbau des Flughafens stößt teilweise auf Widerstand von Anwohnern im weiteren Umland, die sich im Bürgerverein Brandenburg-Berlin e.V. (BVBB) zusammengeschlossen haben. Auch die Art und Weise der Bahnanbindung (S-Bahn nur von Westen und mit großem Umweg; Fernbahn auf neuer Trasse durch den Bohnsdorfer Forst) stößt bei Verkehrs- und Umweltexperten auf erhebliche Kritik.

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